Polentour entlang der Bernsteinküste bis Masuren

vom 04. Juni 2020 bis 25. Juli 2020

Unsere Route:  Poel ► Wittenbeck-Kühlungsborn ► Warnemünde ► Stralsund ► Lütow Usedom ► Misdroy ► Kolberg ► Dabkowice Halbinsel ► Ustka ► Leba ► Halbinsel Hel ► Danzig ► Elblag ► Elblag Kanal ► Pelnik ► Heiligenlinde ► Wolfsschanze ► Mikolajki ► Nowe Guty ►Lomza ► Koszelowka ►Zbaszyn ► Goitzsche See Bitterfeld

04. Juni 2020, es geht los. Wir fahren die 502 km ohne Pause  bis zum SP Timmendorfer Strand in Poel, wo unsere Freunde Iris und Günter schon auf uns warten.  In den nächsten 7 Wochen werden wir die Tour, die Günter geplant hat, zusammen fahren. Wir sind gespannt und freuen uns darauf. Da die Grenzen zu Polen wegen Corona erst am 15. Juni wieder geöffnet werden, treiben wir uns erstmal an der deutschen Ostseeküste rum. Poel wird in 3 Tagen ausgiebig zu Fuß und per Fahrrad erkundet. Der SP ist gut belegt, aber es gibt immer wieder freie Plätze und man steht hier sehr gut.

08. Juni 2020, wir fahren 50 km weiter auf den SP Sanddornstrand in Wittenbeck. Wegen Corona steht nur ein Teil des Platzes zur Verfügung. Wir stehen oberhalb des Molli auf dem Parkplatz ohne Strom. Wir wollen hier nur 1 Übernachtung machen und zahlen dafür happige 18 €. Nachdem wir stehen, werden gleich die Räder rausgeholt und wir fahren nach Kühlungsborn. Wir lieben diesen kleinen Ort und kommen immer wieder gerne hierher. Unsere Freunde waren noch nicht hier und deshalb wird auch hier per Fahrrad so viel wie möglich erkundet, wir genießen die Strandpromenade, die Flaniermeile, gehen Eis essen und Kibbeling. 

09. Juni 2020, die nächsten 31 km führen uns wieder mal nach Warnemünde auf den SP auf der Mittelmole. Wie fast jedes Jahr, wird hier eine Zwischenstation eingelegt. Morgens gibt es Frühstück im Pier 7, am alten Strom wird Fisch verkostet, Eis gibt es natürlich auch wieder und die Männer hatten Riesenspaß beim Beobachten der Möwen, wenn die den Touristen die Fischbrötchen aus der Hand klauen.

11. Juni 2020, wieder rücken wir ein Stück weiter Richtung Polen. Nach 88 km landen wir auf dem  Ausweichstellplatz in Stralsund, weil der offizielle SP voll war. Das ist für uns nun auch Neuland, hier waren wir noch nicht. Mittags fahren wir dann mit dem Bus in die Altstadt von Stralsund, gehen zum Hafen, wo wir unter anderem die Gorch Fock I besichtigen.

13. Juni 2020, unser nächstes Ziel ist Lützow auf Usedom, welches wir nach 88 km erreichen. Hier stehen wir auf dem SP am Yachtlieger. Es ist ein naturbelassener SP in ruhiger Umgebung am Achterwasser, der von dem Betreiber der Schiffsgaststätte betrieben wird. Es ist Strom, V+E, Gaststätte vorhanden, aber eben bischen urig. Mit den Rädern wurde die Umgebung erkundet und paar Caches eingesammelt.

15. Juni 2020, heute steuern wir unser 1. Ziel an der polnischen Bernsteinküste an, nämlich Misdroy. In Swinemünde bringt uns die Fähre kostenlos über die Swine und nach 65 km laufen wir auf dem Camping 24 ein. Wir können uns einen schönen Platz aussuchen, noch ist hier nicht viel los. Die SP sind sehr groß, die sanitären Anlagen usw. nicht auf dem neuesten Stand, aber sauber, CP rund um die Uhr bewacht, Wlan frei.  Bis zum Strand und zur Promenade sind es ca. 600 bis 800 m. An der Strandpromenade und der Seebrücke gibt es sehr viele Restaurants, Imbisse, Eis, Kuchen, Waffeln, Fisch, alles was das Herz begehrt. Uns hat es hier sehr gut gefallen und die Preise sind hier momentan noch sehr moderat. Mal sehen wie lange noch.

18. Juni 2020, auf zum nächsten Ziel. Nach 105 km fahren wir auf den Campingplatz Baltic in Kolberg. Wir melden uns an, man spricht deutsch, wir bekommen unsere Plätze zugewiesen und richten uns ein. Ich inspiziere erstmal die sanitären Anlagen und erkunde den Platz. Alles wunderbar und es gibt auch eine kleine Kneipe am Platz mit preiswertem und gutem Essen. Leider hatten wir in den drei Tagen in Kolberg mit Hochnebel zu kämpfen, was schade war, aber nicht zu ändern. Wir fahren mit unseren Rädern entlang der Strandpromenade zum Hafen, essen dort eine leckere Waffel mit Erdbeeren und gehen abends in der Campingkneipe essen. Klaus und Ich machen auch noch eine Sightseeingtour mit einem kleinen Elektrobus durch Kolberg.

21. Juni 2020, wir setzen unsere Reise fort. Günter hat uns als nächstes eine einsame Halbinsel mit tollen leeren Stränden und Natur pur versprochen. Nach 66 km und einem Stück sehr holpriger schmaler Straße kommen wir am Ziel in Dabkowice an. Während auf den beiden vorherigen Plätzen viele Deutsche zu finden waren, stehen hier nur Einheimische und man spricht auch nur polnisch, aber wir kommen klar. Es ist ein einfacher Platz mit Sanitärcontainern, V+E und Strom und der Platz liegt direkt hinter der Düne. Es sind nur wenige Meter bis zum menschenleeren Sandstrand. Hier wollen wir einfach nur mal relaxen und nichtstun, sonnen, lesen und die nette Platzbetreiberin bereitet uns auch noch leckeren Fisch und Pierogi zu.

25. Juni 2020, wir verlassen den CP in Dabkowice und parken nach ca. 58 km auf dem kostenlosen Parkplatz am Blücher Bunker in Ustka, früher Stolpmünde. 23 Seemeilen vor dieser Küste sank 1945 das Passagierschiff "Wilhelm Gustloff" nach Torpedobeschuss. Einige Tausend Menschen verloren hier ihr Leben. Das Städtchen Ustka ist wunderschön und erwartet uns mit seinem Hafen, der langen Mole, einer gepflegten Strandpromenade und jeder Menge Restaurants, Cafes, Eis- und Waffelbuden, Andenkenläden und netten Menschen. Nebenan auf dem Gelände des Blücher Bunkers lassen wir uns Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und Gegrilltes schmecken und dazu gibt es Tyskie Bier.

26. Juni 2020, Łeba heißt unser nächstes Ziel, welches wir nach ca. 78 km erreichen. Hier quartieren wir uns auf dem Camping Lesny Nr. 51 ein. Plätze sind noch reichlich vorhanden, man spricht deutsch, der Platz ist super gepflegt, 1 a Sanitäranlagen, kleines Lädchen, alles bestens. Wir fühlen uns sehr wohl und bleiben 4 Tage hier. Zum Strand und zum Hafen sind es etwa 500 m. Einen Tag nutzen wir um mit unseren Rädern zur Wanderdüne im Nationalpark zu fahren. Der Aufstieg zur Düne war nicht ohne, zumal es an dem Tag sehr warm war. Aber es ist absolut sehenswert und sollte auf jeden Fall besichtigt werden. Wir saßen abends gerne am Hafen, genossen dort die Atmosphäre  und natürlich wurde dort auch gut gegessen.

 

30.  Juni 2020,  nächster Stopp ist die 34 km lange Halbinsel HEL zwischen Ostsee und Danziger Bucht die wir nach ca. 127 km erreichen. Wir fahren bis zur Spitze dieser Landzunge auf den Campingplatz Helcamp. Diese Halbinsel ist sehr schmal, bei Kitesurfern sehr beliebt und daher auch gut besucht. Auch hier finden wir wieder tolle Strände, schöne Promenaden, Sehenswürdigkeiten, viele Restaurants usw. Da die Halbinsel im Krieg zu einem der heftigst umkämpften Kriegsschauplätzen zählte, findet man hier überall in den Wäldern und an den Stränden auch viele Reste aus dieser Zeit, wie z.B.  Bunkeranlagen und auch ein Museum.

Bevor wir nach Hel fuhren, mussten wir uns erstmal in Reda eine Viatoll Box kaufen, denn bis hierhin hatten wir noch keine Mautstraßen befahren.

03. Juli 2020, wir bewegen uns weiter und sind nach ca. 100 km in Danzig auf dem SP Camper Park Gdansk. Ein großer, eingezäunter Platz im Grünen an der University of Technology. Von hier aus ist man mit der S-Bahn oder dem Fahrrad in 10 Min. in der Altstadt. Danzig ist eine tolle Stadt, es gibt so viel zu sehen und es lohnt sich auf jeden Fall, ein paar Tage länger zu bleiben. Wir sind mit den Rädern durch die Altstadt gefahren, haben die kleinen Gassen erkundet, wo es Bernstein in allen Variationen zu kaufen gibt, wir haben die reichverzierten Häuser, Brunnen, Kirchen und Tore bewundert. Unsere Männer waren im 2. Weltkriegsmuseum, wo auch die Glocke der Wilhelm Gustloff ihren Platz gefunden hat. Klaus und Ich haben noch eine Tour mit dem Schiff zur Westerplatte gemacht. Wir haben so viele Fotos gemacht, dass ich gar nicht weiß, welche ich hier einstellen soll. Also nicht wundern, wenn es ein paar mehr sind. Aber Fotos sagen halt mehr als viele Wort.

05. Juli 2020,  nach ca. 60 km fahren wir auf dem Campingplatz Elblag 61 ein, der am gleichnamigen Fluss liegt. Es ist ein kleiner, aber feiner Platz mit allem was man braucht. Nachdem wir unseren SP bezogen haben, laufen wir zum Sightseeing in die Stadt. Viel zu sehen gibt es hier allerdings nicht, wir gehen was trinken, essen ein Eis und abends gehen wir hier gut essen. Am nächsten Tag fahren wir auch gleich weiter. Wir wollen uns noch den berühmten Oberländer Kanal ansehen. Fünf schiefe Ebenen wurden hier gebaut, um den Höhenunterschied von ca. 100 m auf einer Strecke von 10 km zu überwinden. War mal interessant sich das anzusehen.